die Kartoffel

Unser Rohstoff: die Kartoffel

Unsere Bio-Kartoffelstärke wird aus Bio-Kartoffeln hergestellt, die von Vertragslandwirten in der Nähe der Fabrik angebaut werden. Bei Finnamyl bedeutet das Südwest- und Westfinnland, während Aloja Starkelsen seine Kartoffeln im Norden von Lettland und im Süden von Estland kauft.

Der Anbau von Stärkekartoffeln hat gegenüber dem von Speisekartoffeln einen deutlich anderen Hintergrund. Es handelt sich um speziell gezüchtete Kartoffelsorten mit hohem Stärkegehalt, dem Speisekartoffelsorten nicht entsprechen. Der Stärkegehalt liegt bei ca. 20%.

Für den Landwirt bedeutet der Anbau von Stärkekartoffeln, dass er die gesamte Ernte sofort zur Fabrik transportiert und sie nicht selber lagern muss. Er erspart sich auch die Marketing- und Vertriebsarbeit. Zwei Personen kümmern sich bei Finnamyl um die Partnerverträge mit den Landwirten und Anbaufragen. Sie stehen den Vertragslandwirten auch mit Rat und Tat zur Seite, wann immer sie Hilfe benötigen.

organic starch potato harvest (Photographer: Erkki Poytaniemi)

Der Geschäftsführer von Finnamyl, Ossi Paakki, bei der Beschauung von Bio-Kartoffeln während der Ernte. (Photo: Erkki P

Das Fundament der Produktion ist gesundes und vitales Kartoffelpflanzgut. Sowohl Finnamyl als auch Aloja Starkelsen organisieren für ihre Vertragspartner die Produktion von Kartoffelpflanzgut.

In einem normalen Erntejahr produzieren Bio-Stärkekartoffeln gut 4000 kg Kartoffelstärke pro Hektar. Sie hinterlassen somit einen viel kleineren CO₂-Fußabdruck als zum Beispiel Getreidestärke.  Durch kurze Transportwege, umweltfreundliche Prozesse und regelmäßige Fortbildung unserer Vertragslandwirte arbeiten wir an der stetigen Senkung unseres CO₂-Fußabdruckes.

Aloja Starkelsen ist außerdem als verantwortlicher Partner in dem BALTORGPOTATO-Projekt („Baltic Organic Portato for the World“) involviert, um an der Entwicklung der Bio-Kartoffelproduktion in Lettland und Estland gezielt teilnehmen zu können.

Sowohl Finnamyl als auch Aloja Starkelsen glauben fest an das Wachstum des Bio-Lebensmittelmarktes und bemühen sich daher aktiv um einen Ausbau der vertraglichen Anbauflächen für Bio-Stärkekartoffeln in Finnland, Lettland und Estland. Mit zwei räumlich getrennten Anbaugebieten ist die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ein Garant für verlässliche und wachsende Verfügbarkeit von erstklassiger Bio-Kartoffelstärke.

Die Kartoffelstärke wird während der herbstlichen Kampagne im Zusammenhang mit der Kartoffelernte produziert. Die geliefertn Ladungen der Vertragslandwirte werden analysiert, um die Reinheit, Qualität und den Stärkegehalt der Kartoffeln sicherzustellen. Die Kampagne beginnt im August und dauert bis Ende November.

 (Photographer: Erkki Poytaniemi)

In der Waschstraße gereinigte Bio-Kartoffeln bei Finnamyl. Im nächsten Schritt werden die Kartoffeln gerieben und gepresst, um die Stärke zu extrahieren. (Photo: Erkki Poytaniemi)

Die Verarbeitung der Kartoffeln beginnt unverzüglich nach der Qualitätskontrolle. Zuerst werden die Kartoffeln gereinigt und zerrieben. Anschließend wird der entstandene Brei durch ein Sieb gepresst und die winzig kleinen Stärkekörner für die Weiterverarbeitung gewonnen. Die Stärke wird danach ausgewaschen und letztendlich getrocknet.

Eine Fotostrecke zu dem Verarbeitungsprozess bei Finnamyl finden Sie hier: Unser Blog mit Bilderbeiträgen zu der Kampagne 2012 

Die Pulpe aus dem faserigen Reststoff des Prozesses wird als Viehfutter und der Zellsaft der Kartoffeln als Dünger auf den benachbarten Feldern genutzt, um die Nährstoffe der Kartoffel zu recyceln. 2012 war das erste Jahr, in dem auch die Pulpe als ökologisches Produkt zertifiziert, von der konventionellen Pulpe getrennt und einem Bio-Landwirt als Viehfutter zur Verfügung gestellt werden konnte.

Die hohen Standards in allen Teilbereichen unserer Arbeitsvorgänge sind Schlüsselfaktoren für unseren Erfolg. Um die stete Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Vorgänge zu gewährleisten, gehen wir unsere Qualitätsziele jedes Jahr durch und überprüfen ihre Umsetzung mit konsequenter Regelmäßigkeit.

 

Export & Vertrieb:

Organic Food Finland

Erkki Pöytäniemi

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